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| 14. Siegener Beatles Stammtisch | ||
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Bericht von Harold Krämer |
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„Twist im Blut“ 14.
Siegener Beatles Stammtisch über „Tonpiraten“, seltsame US Sitten bei
den Vinylveröffentlichungen
und Beatles Songs auf Deutsch! |
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Liebe
Stammtisch-Freunde, |
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Siegen,
18. Oktober 2003.
Endlich wieder Stammtisch.
Am 17.
Oktober
war es soweit. Nach einer längeren Sommerpause trafen sich wieder über 20
Fans des Siegener
Beatles-Stammtischs
in Siegens
altehrwürdiger Kneipe
„Zur
Alten Post“
unter dem Motto „Das
war ein harter Tag“.
Etwas
umschrieben hätte man lieber sagen sollen „Das war ein harter (aber schöner)
Abend; denn über 3 Stunden Beatles-Programm
lagen ab
19:00
Uhr
vor den Beatles
Freaks. |
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Nach
der Begrüßung und der Auflösung des letzten Beatles-Rätsels „Good
Day Sunshine - oder ein verrückter Tag“
(Friedhelm
Groiß
hatte übrigens als EINZIGER die richtige Anzahl von 80 Titeln ermittelt)
stellte Harold
die Interviews vor, die der Hamburger Journalist Dieter
Broer
1964
mit den Beatles
im März
1964
im Scala
Theater
und im Juli
1964
im Hilton
Hotel,
London
führte. Die
Antworten der Beatles
sind deshalb so interessant, weil sie meistens auf die Fragen von Broer
in gebrochenem Deutsch antworteten. 1965 waren diese Interviews mittels einer Schallfolie der Musikzeitschrift „ok“ beigeheftet worden.
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Markus
den
Boer
stellte im Anschluß die 12 offiziellen Alben vor, die die Beatles einst auf
den musikalischen Olymp geführt haben. Von der ersten LP „Please,
Please, Me“
von 1963 über den 1. Meilenstein (nach Aussage von Markus)
der Beatles-Discografie
„Rubber
Soul“
von 1965, über „Revolver"
von 1966 bis „Let
It Be“
aus dem Jahr 1970 (die überarbeitete Neufassung „Let
It Be … Naked“
erscheint am 17.
November 2003)
wurden alle Alben mit hoher Fachkenntnis kommentiert. Kein
Wunder, denn Markus,
einer der großen McCartney
und Beatles
Experten, hatte natürlich für jedes Album die entsprechenden Detailinfos
parat. |
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Bei der Betrachtungsweise der US Pressungen stellt man/frau fest, dass die Cover sowie die Zusammenstellungen fast immer abweichend von den europäischen Veröffentlichungen waren. „Asterix und Obelix“ hätten ihre Freude daran gehabt und würden bestimmt heute sagen „Die Amerikaner spinnen“!. |
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Über
die sogenannten „Schwarzpressungen“, auch „Bootlegs“ genannt,
sprach Friedhelm
Groiß.
Diese Tonträger wurden meist von Konzerten heimlich auf Tonbandgeräten
mitgeschnitten und anschließend auf Venyl gebrannt. O-Ton Friedhelm: „Der Begriff Bootleg wurde erstmals in der Prohibitionszeit verwendet, als der Whiskey in Amerika verboten war. Die kleinen Schnapsflaschen wurden ohne Aufkleber im Bootleg = Stiefelschaft versteckt. Bereits der bloße Konsum stellte schon einen Rechtsbruch dar.“ |
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| Dieser Begriff wurde dann Anfang der 60er Jahre auf die Tonpiraten übertragen, die ihre Aufnahmegeräte in die Konzerte schmuggelten und die Schallplatten – damals auch oft ohne Label - vertrieben. | ||
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Verständlich,
dass die Schallplattenindustrie davon nicht begeistert war und jeder
Verstoß strafrechtlich verfolgt wurde. Es gibt aber kaum einen
Beatles-Sammler, der nicht auch einige dieser „verbotenen“ Schätzchen
sein eigen nennt. Großes
Kompliment an Friedhelm,
der dieses brisante Thema toll recherchiert und kommentiert hat. Ab heute
geht’s Du in die Annalen des Stammtischs als „Bootleg-Friedhelm“
ein. |
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Weiter
gings im Programm mit Michaels
„Beatles-News“. Michael,
der noch am Vortag 3 (in Worten drei) umfangreiche News per e-Mail
verschickt hatte (einige Fans mussten neue Druckerpatronen kaufen) hatte
immer noch NEUES auf Lager. So z.B. die neue CD der Beatles über die
Hamburger Zeit im „Star-Club“, die gefüllt ist mit Interviews und
Songbeiträgen. Er verkündete auch den nächsten Termin für den 15.
Siegener Beatles-Stammtisch.
Die Christmas-Party
des Stammtischs
findet erstmals im Dezember
an einem Freitag
statt. Und zwar am Freitag,
19. Dezember 2003 ab 19:00 Uhr in der „Alten Post“.
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Dem ungekrönten „News König“ sage ich nur „Well done, Michael“ |
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Zum
Abschluß dann „Das
war ein harter Tag - Beatles Lieder auf Deutsch“. In
den 60er Jahren gab es viele deutsche Gruppen und Einzelinterpreten, die
die
„Beatlemania“
zum Anlass nahmen, die Texte der „Fab
Four“
zu verdeutschen und auf den Markt zu bringen. Dabei Namen wie Howard
Carpendale,
Bill
Ramsey,
Jan
& Kjeld
und Knut
Kiesewetter. Wer
erinnert sich noch an das
„Hazy
Osterwald Sextett“
mit „Twist
im Blut“,
an „Eddie
und die Atemlosen“
mit „Komm
gib mir deine Hand“
an „Didi
& die ABC Boys“
mit „Nicht
eine Mark“
oder an die ehemalige DDR-Band „Amigos“
mit „Sie
liebt dich“. |
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| Harold stellte eine Auswahl dieser deutschsprachigen Beatles-Songs vor, die die Stammtisch-Fans begeisterten. | ||
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3
Stunden Beatles. 3 Stunden Unterhaltung und Informationen vom Feinsten. Wem´s
gefallen hat, sollte am 19.
Dezember 2003
zum 15.
Stammtisch
wiederkommen. Wem nicht, der sollte seine Kritik auf einen 20 Euro-Schein
schreiben und an mich schicken. |
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Das
war´s für heute. Bis
zum nächsten Stammtisch
in aller Frische und … BEATLES
4 EVER Harold |
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